Posted on

Schuppenflechte. Was tun?

Bei einem Chamäleon sehen Schuppen ja gut aus, aber was tun, wenn man Schuppenflechte hat?

Was ist Schuppenflechte?

Meist tritt Schuppenflechte am Kopf, in den Kniekehlen oder am Ellbogen auf, kann aber auch jede andere Hautstelle betreffen. Es handelt sich um meist runde mit Schuppen bedeckte Hautstellen. Trocken, gerötet, oft juckend und mit teils schmerzenden Rissen und Blasen. Erstens ist das oft körperlich schmerzhaft, beeinträchtigt aber – je nach Ausprägung – das Äußere, was großen emotionalen Stress bedeutet. Manch eine oder einer traut sich kaum mehr auf die Straße.


Hintergründe:

Man geht von erblicher Veranlagung aus, sie tritt in Familien meist gehäuft auf, wobei auch Generationen übersprungen werden. Forscher vermuten, dass Faktoren wie Ernährung und Umwelt einen hohen Einfluss haben, weshalb nicht jeder, der die Erbanlage hat erkrankt.
Man geht von einer Schwächung des Immunsystems aus und schließt auch Einflussfaktoren wie Bakterien-, Viren- oder Pilzinfektionen als Auslöser von Schüben nicht aus. Bis jetzt gilt Psoriasis als unheilbar. Viele Betroffene sind auf der Suche nach natürlichen Mitteln die Linderung bringen und keine Nebenwirkungen haben, beziehungsweise haben diese bereits ausprobiert. So kann man bereits auf einen großen Erfahrungsschatz blicken, was hilft.

Was hilft?

1.) Ernährung und Lebensweise

Übergewicht, Rauchen, zuviel Alkohol, Fast Food und überfette Nahrung sind besonders guter Nährboden für Schuppenflechte.

Bei Menschen mit Psoriasis wird oft zusätzlich eine Darmfunktionsstörung v.a. das
Leaky Gut Syndrom festgestellt, wodurch vermehrt Giftstoffe über die geschädigte Darmwand in den Blutkreislauf gelangen. Die Leber ist mit dieser vermehrten Entgiftung oft überfordert, was wiederum eine übermäßige Entgiftung über die Haut begünstigt. Mit ein Hintergrund, warum der Ernährung und einer Darmsanierung in der Behandlung von Schuppenflechte so eine große Bedeutung zukommt. Fasten und Entgiften ist neben unten angeführten Ernährungstipps ideal, um eine Darmsanierung einzuleiten.
Die Leber unterstützen Bitterpflanzen wie Löwenzahn, Mariendistel, Wermut,Tausendgüldenkraut und Co.


Ernährung: natürliche basische Nahrung mit viel Gemüse und Obst (reif geerntet!) sollte in der Küche dominieren. Dazu hochwertige Öle mit viel Omega-3-Fettsäuregehalt wie Leinöl, Olivenöl, Hanföl und Walnussöl, 2x pro Woche Fisch und speziell Gemüse, das im Körper aufgrund der enthaltenen Senfölglykoside entzündungshemmend wirkt, wie Radieschen, Kapuzinerkresse, Senf, Rucola, Rettich, Kren, Brokkoli, Kohlsprossen und verschiedene Arten von Kohl (je nach Verträglichkeit). Kapuzinerkresse und Kren gelten sogar als pflanzliche Antibiotika.
Auf Milchprodukte, Gluten, billige Fette, scharfes Essen und Fast Food sollte man weitgehend verzichten, wenig Fleisch und Zucker und wenn dann gute Qualität sind ebenfalls Maßnahmen, die sich bewährt haben.

Auf Deutsch bedeutet das: eher Wokgemüse mit Reis, als Burger mit Pommes.

Generell bietet die asiatische aber auch die mediterrane Küche viele Alternativen für bekömmliches, gesundes Essen mit viel Gemüse, das zudem köstlich schmeckt.

Tipp: Viele Neurodermitis Patienten haben Erfolg mit dem Verzicht auf Zitronen- oder Ascorbinsäure, möglicherweise ist das auch bei Betroffenen von Schuppenflechte ein Versuch wert.

Lebensweise:
Stress verschlimmert Schuppenflechte. Oft treten Schübe in besonders belastenden Situationen auf. Bewusst zu entspannen und auf gutes Zeitmanagement zu achten ist hier sinnvoll. Meditation, Yoga, Tai Chi, Chi Gong, Wohlfühlmassagen, Feldenkrais, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Spaziergänge in der Natur, Künstlerisches wie Malen, Schreiben, Musizieren oder Alltägliches wie im Garten zupfen, Tüfteln, Basteln, Stricken, Lesen…… sind Möglichkeiten, zu entspannen.

Regelmäßiger Sport baut Stresshormone ab und wirkt sich allgemein positiv auf das Immunsystem und somit auch auf Psoriasis aus. Geeignet sind vor allem Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Walken oder Joggen.

Sonnenbestrahlung: Das UV-Licht der Sonne wirkt der erhöhten Bildung von Hornhaut entgegen und ist für die Bildung von Vitamin D verantwortlich, welches wiederum in höchstem Maß das Immunsystem stärkt! Auch Meerwasser ist wohltuend – es lindert Entzündungen. Also ab in den Urlaub!

2.) Diese Pflanzen haben sich bewährt

Verschiedenste Pflanzen- und Pflegemittel können helfen, Schuppenflechte zu lindern, Juckreiz zu dämmen, Schübe früher abzufangen und zu mildern. Besonders bewährt haben sich dabei folgende Pflanzen:

  • Immortellen- oder Johanniskrautöl
  • Arnika Tinktur oder Balsam
  • Aloe Gel oder das gelartige Mark der frischen Pflanze, es sollten ältere Blätter sein. Die heimische Hauswurz wirkt sehr ähnlich! Spendet Feuchtigkeit und wirkt wundheilend
  • Schöllkrauttinktur in eine Basiscreme dazu gemengt oder mit etwas Wasser aufgetragen
  • Braunwurz als Tee, Salbe oder Tinktur
  • Schwarzkümmelöl
  • Eiche – Vollbad oder Waschungen aus einer Abkochung der Blätter
  • Schwarznuss (Pilze, Herpes und Schuppenflechte) Tinktur aus den grünen Schalen auf die Stellen tupfen
  • Vogelmiere – entweder frisch essen, sie enthält viel Vitamin C und entgiftet den Darm oder als Tinktur innerlich einnehmen und äußerlich mit Wasser, einer Basiscreme oder einem Öl vermengt auf die betroffenen Stellen auftragen
  • Weihrauch als Kapseln, Creme oder Tinktur wirkt sowohl innerlich wie äußerlich entzündungshemmend

3.) Hausmittel, Pflege und Anwendungen

Folgende Hausmittel haben sich bewährt:

  • gutes Olivenöl leicht erwärmen und auf betroffene Stellen auftragen
  • mit Basenbad z.B. von Jentschura baden; entsäuert und entgiftet, beruhigt die Haut
  • Badezusatz mit Meersalz (z.B. aus dem toten Meer)
  • Heilerde mit Wasser zu einem Brei vermengen und auftragen oder direkt auf die nasse Haut geben; nach ca. 10 Minuten abspülen; löst Schuppen ohne zu reizen und wirkt wundheilend; alternativ kann ein fertiger Basenbalsam mit Heilerde verwendet werden;
  • frische, biologische Gurkenscheiben auf wunde Stellen legen; spendet Feuchtigkeit
  • auf leichte Kleidung in Naturmaterialien (z.B. Baumwolle) achten, Reibung durch die Kleidung vermeiden
  • ein Raumklima mit hoher Luftfeuchtigkeit ist hilfreich; besonders im Schlafzimmer so gut es geht die Heizung abdrehen, oder mit feuchten Tüchern die Luftfeuchtigkeit erhöhen;