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Fasten, aber richtig & die besten Entgifter aus dem Pflanzenreich

Fasten ist ein Jungbrunnen für Körper und Geist.

FRÜHLINGSPUTZ IM KÖRPER

Autos und Häuser werden regelmäßig geputzt nur der Körper sammelt oft über Jahrzehnte Schlacken an, ohne geeignete Entgiftungs- und Reinigungsmaßnahmen wie z.B. Fasten. Kein Wunder, dass mit zu- nehmenden Jahren das „Werkl“ unter Umständen etwas ins Stocken gerät. Betrachten Sie es einfach als „Frühlingsputz“ für den Körper. Nicht umsonst hat fast jede Philosophische Lehre oder Religion ihre Fastenzeiten.

Warum ist Fasten eine gute Idee? Was habe ich davon?

Fasten lindert Rheuma, Gicht, Migräne, Diabetes Typ 2 und Hautkrankheiten.

Es stärkt Immunsystem und Widerstandskraft, beruhigt Darm und Verdauung, Angestautes in den Lymphgefäßen wird gelöst und alles fließt wieder besser durch. Das entlastet generell das Gewebe, weil schädliche Ansammlungen beseitigt werden. Sichtbar wird das z.B. daran, dass Cellulite weniger wird. Außerdem hat Fasten einen verjüngenden Effekt, da es die Erneuerungsfähigkeit der Zellen fördert – DAS Merkmal, um lange jung zu bleiben. Die Augen werden klarer, die Haut schöner und straffer.

Stoffwechselerkrankungen, die aufgrund falscher Ernährung entstanden sind, können sich spürbar verbessern, ebenso die Durchblutung, was das Herz entlastet.

Die gesamte seelische Verfassung profitiert. Viele fühlen sich während des Fastens euphorisch, optimistisch und sind leistungsfähiger.

Typische Fastenerfahrungen wie Gewichtsverlust oder dass man mit wenig Schlaf auskommt, beginnen spätestens nach dem 3. reinen Fastentag, wenn sich der Körper umgestellt hat.

Ab wann spricht man von Fasten?

Das richtige Fasten beginnt erst, wenn der Körper auf den Fastenstoffwechsel umstellt. Wie es in der Regel nach dem zweiten oder dritten reinen Fastentag der Fall ist. Beispiel dafür sind das Fasten nach Buchinger oder Lützner, welche zu den am häufigsten angewandten zählen.

Kuren wie die F.X. Mayr Kur, Basenfasten, Gemüse-, Reis- und Obstfasten oder Fasten nach Hildegard u.ä. gelten unter Fachleuten strenggenommen nicht als wirkliches Fasten, weil der Körper dabei nicht auf den Fastenstoffwechsel umstellt. Es sind Varianten einer Diät oder Ernährung.

Die beliebtesten Fastenkuren:

Der Internist Otto Buchinger gilt als der Gründer des Heilfastens. Es handelt sich dabei um eine reine Trinkkur auf der Basis von Gemüsebrühe, Säften und Tees.

Dr. Lützner führte das Fasten auf eine neue Ebene. Vor ihm wurde das Fasten hauptsächlich in Kliniken und zu Heilzwecken angewandt. Er propagierte das Fasten für Gesunde, als vorbeugende Reinigungs- und Entlastungsmaßnahme, um gesund zu bleiben und ähnelt dem Fasten nach Buchinger.

Die unten genannte Anleitung ist von Buchinger und Lützner inspiriert.

Klassisches Fasten wie es in fast allen alten Traditionen üblich ist, besteht nur aus Kräutertees, viel stillem Wasser, Darmreinigung, eventuell Wasseranwendungen und sanfter Bewegung.

Wie oft und wie lange sollte man fasten?

Fasten gilt als sogenannte „Reiztherapie“ und sollte daher nicht öfter als 2x/ Jahr durchgeführt werden. Gute Zeiten dafür sind Frühling und Herbst.

Wie lange der Einzelne fastet kann sehr unterschiedlich sein. Ein guter Richtwert sind ca. 5-7 reine Fastentage. Manche, die erst damit anfangen können mit 3 reinen Fastentagen beginnen. Erfahrene können auch länger fasten. Wichtig ist die jeweiligen Vorgaben zu Darmreinigung und Trinkmenge unbedingt einzuhalten. Wenn man sich unsicher ist, empfiehlt sich die Begleitung durch einen Fastenarzt, Heilpraktiker oder Fastenleiter.

Kranke Menschen müssen generell ärztlichen Rat einholen, ob Fasten in ihrem Fall gut ist und unter fachlicher Begleitung fasten.

FASTENKUR KONKRET – eine Anleitung

1.) 2-3 Entlastungstage:

Ausschließlich leichte Kost wie Reis, Gemüse-, Obst-, ungesüßte Obst- und Gemüsesäfte, Apfelkompott oder Kartoffeln zu sich nehmen.

Z.B. Morgens: Getreidebrei, Frischkornmüsli, Reis oder Obst

Mittags: Reis oder Kartoffeln mit Salat

Abends: Gemüsesuppe mit Einlage oder Reis mit Gemüse. Wichtig ist, nicht zu viele verschiedene Bestandteile pro Mahlzeit zu mischen.

3 Liter Wasser und Kräutertee pro Tag zu trinken ist auch an diesen Tagen schon sehr wichtig

Auf Genussmittel wie Nikotin, Alkohol, Schwarztee, Zucker und Koffein ist gänzlich zu verzichten.

Vor Beginn der reinen Fastentage ist eine komplette Darmentleerung zwingend notwendig. Dazu kann man Glaubersalz, Passagesalz (milder im Geschmack) und Einläufe verwenden. Wenn Sie das nicht tun, sind erstens Fastenreaktionen wie Kopfschmerzen und Müdigkeit vorprogrammiert, außerdem schaden Sie Ihrem Körper damit!

2.) REINE FASTENTAGE (etwa 5)

Morgens: Kräutertee (ev. mit Honig bei Kreislaufschwäche)

Mittags: Gemüsebrühe (ohne Einlage und Salz) oder Gemüsesaft

Nachmittags: Kräutertee, stilles Mineralwasser oder heißes Wasser

Abends: Gemüsebrühe (ohne Einlage und Salz) oder Obstsaft

Über den Tag verteilt mindestens drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

Regelmäßige Darmeinläufe (etwa jeden 2. Tag) sind auch während der Fastentage sehr zu empfehlen!

Welche Tees sind gut?

Im Grunde sind alle Teesorten erlaubt. Besonders gut verträglich sind Fenchel-, Brennnessel- oder Melissentee. Brennesseltee ist zudem einer DER Entgifter und Blutreiniger! Weitere Kräutertees, die gut geeignet sind, sind: Kamille, Holunderblüte oder Malve. Kamille beruhigt zudem einen gereizten Magen und Darm. Auch Tausendgüldenkraut- oder Mariendisteltee können sparsam eingesetzt werden. Je nach Verträglichkeit sollten sie nicht zu stark zubereitet, oder mit Wasser verdünnt werden. In der Apotheke gibt es auch bereits fertige Blutreinigungs- und Fastentees.

Pfefferminztee sollte man sparsam verwenden. Früchtetee gar nicht – sie beinhalten meist künstliche Aromen und sind oft sauer für den Körper.

Bei Kreislaufschwächen kann man einen TL Honig in den Tee geben.

Obst- und Gemüsesäfte sollten entweder selbst entsaftet oder biologisch im Reformhaus oder Naturkostladen gekauft werden. Achten Sie darauf, dass kein Zucker zugesetzt ist. Nicht jeder verträgt Obst- und Gemüsesäfte gut. In dem Fall ist Gemüsebrühe, die bessere Wahl.

Rezept Gemüsefastenbrühe:

Ca. eine Handvoll geschnittenes biologisches Gemüse (Sellerie, Pastinake, Karotte, rote Rübe, Petergrün, Lauch nach Verträglichkeit) mit Wasser auskochen. Das Gemüse abseihen und etwa ¼ Liter Brühe ohne Einlage pro Mahlzeit essen.

3.) AUFBAUTAGE

Auch während der Aufbautage ist es notwendig ausreichend zu trinken.

Bürstenmassagen und Wasseranwendungen nach Kneipp wie z.B. Wassertreten oder Wechselduschen unterstützen den Kreislauf.

Erster Aufbautag:

Morgens: Apfel oder Apfelkompott

Mittags: Gemüsesuppe mit Einlage

Nachmittags: Apfel oder Apfelkompott

Abends: Gemüsesuppe

Zweiter Aufbautag:

Morgens: Haferschleim

Mittags: Salat, Gemüse und Kartoffeln oder Reis

Abends: Reis und Gemüse, Gemüsesuppe, auch Joghurt oder Kräuterquark sind erlaubt.

Weitere Aufbautage:

Es empfiehlt sich tierische Eiweiße erst nach und nach auf den Speisezettel zu setzen und noch ein paar Tage auf Genussmittel wie Zucker, Alkohol, Kaffee und Zigaretten zu verzichten.

Fastentage begleiten Sie idealerweise mit sanften Yogaübungen oder leichter sportlicher Betätigung wie zum Beispiel Spaziergänge oder Radfahren. Nähren Sie Ihren Körper mit einer angenehmen Massage, Dampfbad oder Sauna, (je nach Verträglichkeit). Leberwickel unterstützen die Entgiftung. Viele Menschen fühlen sich vor allem nach den ersten drei Fastentagen so gut, dass sie ohne Probleme arbeiten können. Es tut aber einfach auch gut, den Geist gleich mit zu entschlacken, sich in die Stille zurückzuziehen und etwas kürzer zu treten. (PS: Nie ist das Studium bebilderter Kochbücher genussreicher, als in diesen Tagen!)

Die wichtigsten, besten und häufigsten Entgifter aus dem Pflanzenreich im Frühjahr sind:

  • Vogelmiere (im Salat, oder als Tinktur)
  • Brennessel (als Tee oder Spinat)
  • Löwenzahn (im Salat)
  • Gundermann (Suppe oder Salat, nur kleine Mengen nehmen)
  • Gänseblümchen (Salat)
  • Brunnenkresse (Salat)
  • Giersch (Suppe und Salat)

Aber ich esse doch so gern! Fasten für Genießer: über die Kunst des fast