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Magnesium & Schokolade

Kakaobohnen enthalten viel Magnesium – das Nervensalz. Ist Schokolade also gesund?

Schokolade doch gesund?

Zugegeben das implizierte Versprechen, Schokolade sei gesund und ab jetzt sorgenfrei in Mengen zu essen, ist ziemlich reißerisch. Schließlich weiß man ja, wie sehr sich manche damit plagen, ihre Schokoladensucht in Bann zu schlagen. Auch nicht neu ist allerdings, dass es vor allem das Fett und der Zucker in der Schokolade ist (für manche auch die Milch) die Schokolade auf die Liste der ungesunden Genussmittel setzen. Außerdem wird oft, gerade bei sehr günstigen Schokoladen, nur noch wenig echtes Kakaopulver verwendet. Und da kann man was tun. Doch dazu später mehr.

Kakao IST gesund.
Er war bereits bei den Maya und Azteken ein Heilmittel.

Kakao wirkt leicht anregend, stimuliert das zentrale Nervensystem und sorgt für erweiterte Blutgefäße. Kakao enthält Gerbstoffe, die ähnlich wie Rotwein oder grüner Tee freie Radikale unschädlich machen und Herzinfarkt vorbeugen sollen. Kakao regelmäßig in kleinen Mengen genommen, als Getränk oder in Form dunkler Schokolade wirkt Blutdruck senkend! Man führt das auf seinen hohen Grad an Polyphenolen zurück, die im Kakao enthalten sind. Polyphenole sollen das schädliche Cholesterin LDL unschädlich machen, außerdem gelten sie als tumorhemmend und durchblutungsfördernd. Und Kakao ist gut für die Nerven und bei Stress und zwar im Wesentlichen wegen seines hohen Gehalts an Magnesium. Ein Mangel an Magnesium ist weit verbreitet und wird oft nicht als solcher erkannt.

Wie wirkt sich ein Magnesium-Mangel aus?

Das bekannteste Anzeichen sind nächtliche Wadenkrämpfe, die den Schlaf rauben. Doch Magnesiummangel führt auch zu Erschöpfung, Nervosität, Müdigkeit oder schlechter Stressresistenz. Man fühlt sich schnell überfordert. Magnesium beeinflusst nachhaltig das Nervenkostüm, aber auch die Knochen und die Energieversorgung. Weitere Auswirkungen von Mangelerscheinungen können sein:

  • Muskelzittern und Zucken
  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Armen und Beinen
  • Krämpfe
  • Herzrhythmusstörungen und Herzrasen
  • Bluthochdruck
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Verspannungen
  • Tinnitus, Ohrensausen und Empfindlichkeit auf Geräusche
  • Menstruationstörungen
  • Schlafprobleme
  • Angstzustände und Depressionen
  • Hyperaktivität
  • und wie schon erwähnt Müdigkeit, Erschöpfung und Nervosität

Wussten Sie, dass Magnesium für die Bildung von Vitamin D nötig ist? Dass man je älter man wird, Magnesium immer schlechter aus der Nahrung aufnimmt, man das aber „üben“ kann, indem man das Verdauungssystem fit hält, reichlich Lebensmittel zu sich nimmt, die Magnesium beinhalten und sich so lange jung erhält oder sogar „verjüngt“? Und dass ein Magnesiummangel bei Übergewicht das Abnehmen verhindern kann?? Außerdem konnten mit Magnesiumgaben Symptome von Fibromyalgie und CFS des chronischen Müdigkeitssyndroms verbessert werden. Angeblich kann Magnesium sich auch gegen Alzheimer positiv auswirken, da es Aluminium, das verdächtigt wird, Alzheimer auszulösen, daran hindert, ins Gehirn zu gelangen. Generell konnte in vielen Fällen von neurologischen Erkrankungen und auch bei Parkinson ein erhöhter Aluminium-Stand im Hirn bei gleichzeitigem Magnesiummangel gemessen werden.
Im Übrigen gibt es kaum einen Vorgang im Körper, der ohne Beteiligung von Magnesium auskommt.

Gestresst oder müde fühlt sich in der heutigen Zeit leicht mal jemand, Knochenabbau passiert schleichend, und viele Symptome werden Krankheiten in die Schuhe geschoben, weswegen ein Mangel an Magnesium oft unerkannt bleibt.

Gerne werden dann das Alter, Sünden in Ernährung und Lebensweise oder die Schilddrüse (Herzrasen, Gewicht, Nervosität) verdächtigt. Ein Mineralstoffmangel wird oft gar nicht in Betracht gezogen! Dabei lässt sich das leicht herausfinden. Entweder man lässt ein Blutbild machen oder man bezieht unten angeführte Lebensmittel vermehrt in die Ernährung ein und und beobachtet, in wieweit sie Wirkung zeigen.

Heißhunger auf Schokolade kann durch einen Mangel an Magnesium oder einem Mangel an Bitterstoffen (oder an beidem) hervorgerufen werden.

Zur Aufnahme von Magnesium

Der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Magnesium liegt nach jetzigem Wissensstand bei etwa 300-400 mg pro Tag. Dabei ist weniger mal wieder mehr: aus kleineren Magnesiummengen (wie es in der Nahrung vorkommt) nimmt der Körper MEHR Magnesium auf, als aus großen Mengen (künstliche Präparate). Diese bewähren sich besser, wenn sie öfter am Tag in kleinen Mengen zu sich genommen werden, statt einmal viel.
Der Körper reguliert die Aufnahme je nach Bedarf: Hat der Körper bereits einen Mangel, kann er mehr aufnehmen. Ist er bereits gut versorgt, wird der Überschuss ausgeschieden. Als „Magnesiumräuber“ gelten Alkohol und Stress. Wenn Sie vermehrt Hunger auf Nüsse und Schokolade haben sollten Sie dem nachgeben und dabei auf die Qualität achten. Kakao enthält neben Nüssen und Samen das meiste Magnesium.

Spitzenreiter an Magnesium angegeben pro 100g

  • reines Kakaopulver 545 mg
  • Kakaobohnen 389 mg
  • Kürbiskerne 402 mg
  • Sonnenblumenkerne 395 mg
  • Leinsamen 350 mg
  • Sesam 347 mg
  • Mohn 333 mg
  • Amaranth 310 mg
  • Cashewnüsse 292 mg
  • Pinienkerne 291 mg
  • Quinoa 275 mg
  • Bitterschokolade 228 mg
  • Mandeln 218 mg

Weniger, aber auch nicht schlecht: wertvoller Naturreis enthält 157 mg, Haferflocken 137 mg, Pistazien 130 mg, Buchweizen 85 mg. Gemüse enthält generell nur wenig Magnesium, dafür viele andere wichtige Stoffe. Das an Magnesium reichste Gemüse ist die Brennnessel mit 80 mg. Trockenfrüchte sind auch wertvoll als Magnesiumquelle z.B. getrocknete Bananen, Feigen oder Aprikosen.

Gesunde Rezepte mit Kakao – köstlich, köstlich….

Den Maya war Zucker noch nicht bekannt. Sie tranken die Götternahrung, wie sie dem lateinischen Namen nach heißt (Theobroma cacao) mit Maismehl, Honig, Chili und Wasser.

Erst im 16. Jahrhundert entdeckten spanische Nonnen den Kakao, ähnlich wie wir ihn kennen. Sie zerrieben Kakaobohnen, vermengten sie mit Pulver aus Vanilleschoten und Rohrzucker, kochten die Mischung mit Wasser auf und kamen von der Köstlichkeit nicht mehr los. Von dort trat der Kakao seinen Siegeszug ins restliche Europa an. In der Schweiz kam dann noch die Milch dazu und wurde zu Milchschokolade.

Kakao-Shake:

  • 1 EL reines Kakaopulver
  • 250 ml Hafermilch (oder ähnliches)
  • 1 TL Honig oder 2 Datteln (entkernt), 1 TL Dark Molasses Zucker oder reife Bananen
  • 1 TL Nussmus z.B. aus Mandeln, Cashewkernen oder Zedernnüssen oder ein TL geriebene Nüsse
  • mit dem Pürierstab mixen und genießen!

Schokolade selbst gemacht:

  • 40 g reines Kakaopulver
  • 60 g Kakaobutter* (Biomarkt, Reformhaus, man kann auch gutes Kokosfett nehmen)
  • ca. 2 EL Süßungsmittel nach Geschmack wie Honig, Ahornsirup, Kokosblütenzucker, Dark Molasses Zucker, entkernten Datteln oder einfach Rohrzucker
  • Nussmus aus Cashewkernen, Zedernnüssen oder Mandeln ca. 1 TL
  • weitere mögliche Zutaten sind Vanilleschotenpulver, Zimt, Muskatnuss gerieben, Chili, Kokos, geriebene Nüsse, Likör, ein paar Tropfen Rosenöl oder Rosenwasser…. der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt!
  • Toppings zum Schmücken können frische oder getrocknete Blüten sein, kandierte Veilchen, Blütenpollen, Nüsse…

So wirds gemacht: die Kakaobutter in grobe Stücke schneiden und im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Kakaopulver, Nussmus, Süßungsmittel und Geschmackszutaten einrühren.
In eine Form gießen oder auf ein Backpapier auf einem Bleck in der gewünschten Dicke ausgießen. Mit gewünschten Toppings bestreuen und ca. eine halbe Stunde abkühlen lassen (Kühlschrank).

*In hochwertige Schokolade kommt nicht irgendein Fett, sondern echte Kakaobutter. Die Bohnen bestehen zu etwa 50% aus fettem Öl! Kakaobutter ist übrigens ein natürlicher Feind des lästigen Helicobacter Bakteriums, der sich an die Magenschleimhaut heftet und dort unangenehme Entzündungen verursacht. Außerdem ist Kakaobutter ein hervorragendes Hautpflegemittel und kommt in hochwertiger Kosmetik zum Einsatz.

Genug Magnesium in der Nahrung, aber trotzdem ein Mangel? Mineralsole als möglicher Ansatz.

Manchmal ist genug Mineralstoff in der Nahrung vorhanden, aber die Kommunikation und Aufnahmefähigkeit im Körper ist nicht optimal. Eine der Möglichkeiten hier zu unterstützen sind feinstoffliche Mittel, die gerade wegen ihrer Feinstofflichkeit gut mit der Zelle kommunizieren, so der Ansatz: Schlüsselsalze für die Zelle sozusagen. Bei Mineralsole-Mitteln wird Magnesium phosphoricum feinstofflich in Sole, also Salzwasser gespeichert. Wenige Tropfen pro Tag genügen, um den Körper an die Aufnahme von Magnesium zu erinnern. Es ist ähnlich wie ein Suchauftrag für die Zelle. Die Sole selbst enthält Magnesium nur in der Kleinstmenge, wie es in dem für die Sole verwendeten Natursalz und Quellwasser natürlich vorkommt und versteht sich nicht als „Magnesium-Präparat“.
In diese Sole wird zusätzlich über einen längeren Prozess die Information von Magnesium phosphoricum gepeichert, welche aber in dem fertigen Produkt nicht mehr gesondert nachgewiesen werden kann (wie in anderen feinstofflichen Mitteln auch).
Dieser Ansatz ist zwar in bestimmten Kreisen immer noch umstritten, weil die Wirksamkeit mit heutigen Messmethoden nicht nachweisbarer Stoffe angezweifelt wird, gilt aber als unbedenklich und bewährt sich seit vielen Jahren.

Dazu erhältlich ist das Buch: „Mineralsole – Schlüsselsalze für die Zelle“

Hinweis: Die Informationen in diesem Beitrag ersetzen keinen Arzt und sind nicht zur Selbstdiagnose gedacht.